Amurnattern


Amurnattern (Elaphe schrenckii schrenckii) leben, wie der Name schon sagt, hauptsächlich im nordchinesischen, südsibirischen Bereich in der Nähe des Flusses Amur. Das lackschwarze, mit gelben oder schmutzig-weissen Querbändern unterbrochene Schuppenkleid hat uns immer schon fasziniert.

 

Es gibt auch noch eine südliche Amurnatter, Elaphe anomala. Diese galt früher als Unterart der E. schrenckii. Vor einiger Zeit erhielt sie jedoch Artstatus. Die südliche Amurnatter wird jedoch von Striped Colubrids (noch?) nicht gehalten.

Weitere Informationen bezüglich Haltung und Zucht entnehmen Sie bitte der zahlreich vorhandenen Literatur.

 

Besonderes

Amurnattern werden zu unserem Leidwesen immer wieder viel zu warm gehalten. Darum leiden viele Tiere, wie wir selbst erfahren durften, an Gicht. Das kostet den Tieren sehr schnell mal das Leben. Wir bekamen zwischen 2009 und 1014 vier Tiere, alle starben innert weniger Wochen bis Monate. Die Diagnose: Gicht!

 

Wenn Sie also Amurnattern halten wollen, bitte halten Sie die Schlangen nicht zu warm. Alles über 25 Grad ist unter Umständen zu warm für sie! Und lässt es sich im Sommer nicht vermeiden, halten sie die Tiere feuchter als gewöhnlich und füttern Sie sie auch deutlich häufiger als gewöhnlich. Denn Temperaturen jenseits des Sibirischen Sommers können für die Schlangen auch tödlich enden.


Die Damen

Amurnatter sehr gelb - Luna

Schlupfdatum: 2010

Herkunft: Befreundeter Züchter, Schweiz

Genetik: High Yellow

 

Luna kam als unterentwickeltes, fast 4 Jähriges Tier bei uns an. Der Züchter meinte dazu "ich hab sie nicht pushen wollen". Sie war damals gerade mal 40 cm lang und deutlich zu schlank. Aber davon abgesehen gesund und munter.

 

Luna hat extrem gelbe Bänder von kopf bis Schwanzspitze.


Die Herren

Amurnatter weiss - Amor

Schlupfdatum: 2007

Herkunft: Züchter, Schweiz

Genetik: Grey Banded

 

Amor war unsere erste und sehr lang auch die einzige Amurnatter. Er war kaum Grösser als damals Luna bei der Übernahme, als er zu uns kam. unterernährt, nur im Terrarium drin fressend (nur lebende Mäuse), bissig und agressiv im Terrarium.

 

Heute ist er gut gewachsene 150 cm lang und frisst mitlerweile problemlos seine Frostratten.

Amurnatter weiss-gelb - Levanus

Schlupfdatum: 2004

Herkunft: Privathand, Schweiz

Genetik: vermutlich Grey banded

 

Levanus wurde uns zusammen mit einem zweiten Tier 2014 als Weibchen übergeben. Es stellte sich dann heraus, dass beide uns übergebenen Tiere keineswegs Weibchen waren, sondern Männchen. So wurde aus Levana halt Levanus. Das zweite Tier verstarb in der Winterruhe. Untersuchungen ergaben auch hier die Diagnose Gicht. Auch Levanus stand im Verdacht, an Gicht erkrankt zu sein. Doch bisher hat sich dieser Verdacht nicht bestätigt. Er lebt zusammen mit Amor in einem schönen, grossen Terrarium.